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Saalschutz - Entweder Saalschutz

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SAALSCHUTZ – “Entweder Saalschutz” (VÖ: 29.10.2010, Audiolith Records/Broken Silence)

„Persönlich habe ich bereits viele Bands, Platten und sonst wen durchgezogen. Viele Acts erschienen mir aufregend, viele beschissen. 
Begeisterung, Begeisterung, Hass, Hass – kennt man ja alles von sich selbst. 
Allerdings bin ich nur für eine Band bis dato so tief auf die Knie gegangen, dass ich unaufgefordert eine Kundenrezension bei amazon (!) schrieb – unter meinem echten Namen (!!).
Diese Band - der erfahrene Infozettel-Leser ahnt es schon, - ist niemand Geringeres als SAALSCHUTZ. 
Okay, ich war zum Zeitpunkt dieses überaus fanmäßig peinlichen Moves betrunken. Aber – auch wenn damals gleich in der Überschrift meines Textes ein Wort fehlte – war ich dennoch nicht von Sinnen. Im Gegenteil. Ich hörte SAALSCHUTZ und wusste: Das ist das Ding, so kann man’s einfach mal machen, das müssen jetzt alle mitkriegen.

Irgendwann spielten die beiden emsig ihr Vintage-Equipment-rockenden Schweizer M T Dancefloor und DJ Flumroc (mal ehrlich, welche Wette habt ihr denn bezüglich dieser Namen verloren, Jungs?), in Köln. In einem riesigen halb-legalen Kellerraum im Industriegebiet, vergleichbar mit der Vampirparty-Anfangsszene in „Blade“. 
Der hochdiffizile Plan, sie dort kennenzulernen, ging auf. Also, naja, hochdiffizil... ich sprach sie einfach an. 
Und kann sagen Saalschutz sind zwei sehr schmale, höfliche, zusammenhängende Männer. Man möchte die Beiden fast warnen vor dem irren Moloch Audiolith, den sie mit ihrer neuen Platte nun betreten haben. Fast! 
Denn durch soundsoviel Konzerte (Zahl wurde mir irgendwo aufgeschrieben, finde ich nicht mehr, eh egal, waren echt viele jedenfalls) wurden die beiden mittlerweile zu feinsten Klingen der Pop- und Aufputschkultur geschmiedet. 
Und mit ihrem Debüt auf Hamburg’s finest Audiolith sind SAALSCHUTZ nun endlich Teil des Sounds und der Crowd, die sie trotz lokal- und labelmäßiger Peripherie quasi mitgeprägt haben.
Überzeugen davon konnte man sich spätestens bei der Melt!-Eröffnungsfeier, dem Audiolith-Pferdemarkt. Bei ihrem Klassiker „Sms D’Amour“ ging sogar die Konfetti-Kanone los. Ravepunk, Extase, Glamour, danke!

Apropos „Ravepunk“. SAALSCHUTZ, die ja gern mal mit dem Slogan „Nie wieder Slogans!“ kokettieren, liefern mit jenem „Ravepunk“ auch punktgenau einen Kampfnamen für’s ganze Genre – oder zumindest fürs ganz eigene Movement. 
Dass Rave und Punk mal eins werden würden... Doktor Motte muss sicher kotzen, aber wen kümmert’s? Vor allem, wenn es so klingt wie auf dieser neuen Platte hier.“

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