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Rar gesät sind die Frontmänner, die auch als Solo-Künstler erfolgreich sein können, während sie mit ihrer eigentlichen Band Pause machen. Aber rar gesät sind auch Frontmänner, die mit einem solch großen Talent wie Fyfe Dangerfield ausgestattet sind.
Dem aus Birmingham stammenden Songwriter ist es mit den Indie-Rockern der Band Guillemots gelungen, ab 2004 die englischen Charts zu erklimmen, und dies dank Fyfes kaleidoskopischen, intensiven Texten und seiner angeborenen Gabe zur Improvisation.
Im vergangenen Jahr hat er jede freie Minute genutzt, ob nach dem Soundcheck oder irgendwo anders, und eine Reihe von Songs geschrieben, „die förmlich danach schrien veröffentlicht zu werden, aber zu dem was wir bei Guillemots machen, nicht wirklich gepasst haben. 2008, kurz vor Weihnachten, gab es dann ein größeres Zeitfenster, in dem wir alle eine Pause einlegten, um uns um unsere eigenen Belange kümmern zu können. Und mein Ding war es, für fünf Tage das beste, kleine Tonstudio Urchin in Limehouse, London zu buchen. Im gleichen Viertel, wo auch Guillemots ihre erste EP aufgenommen hatten. Adam Noble saß an den Aufnahmeknöpfen und zusammen haben wir es hinbekommen so schnell wie möglich zu arbeiten, mit der gleichen Sorglosigkeit mit der wir auch ein Demo in einem unaufgeräumten Schlafzimmer aufgenommen hätten.“
Das Ganze wurde dann zu Fyfes Debütalbum, „Fly Yellow Moon“, das Anfang 2010 von Geffen Records veröffentlicht wurde. In einer spontanen und euphorischen Stimmung aufgenommen, zeigt das Album die Tiefe und Vielfältigkeit von Fyfes außergewöhnlichem Talent als Songwriter und seine nahezu schon unheimliche Begabung, eine Melodie zu schreiben, die tief aus dem Herzen kommt. Angefangen bei dem gewaltigen Song „Faster Than The Setting Sun“ bis hin zu der zerbrechlichen Nummer „Barricades“.
„Sagenhaft“ urteilte The Guardian in ihrer mit 4 Sternen bewerteten Album-Review während The Telegraph ihn „als Songwriter in Bestform“ beurteilt, ebenfalls in einer mit 4 Sternen bewerteten Review. Und das Publikum sieht es genauso, das ihn als Support von Corinne Bailey Ray Anfang 2010 und in einem Konzert im Bloomsbury Theatre erleben konnte, bei dem auch Sir Paul McCartney im Publikum saß. Das Album erreichte Platz 12 der UK-Charts und brachte Fyfes Cover-Version des Billy Joels Klassiker „She’s Always A Woman“ hervor.